In unserem Garten grünt es auf einigen Beeten schon seit Herbst. Das ist aber nicht etwa winterhartes Gemüse oder Unkraut, es ist die sogenannte Gründüngung. Was das ist und wozu sie gut ist, habe ich unseren Gartenexperten Helfried gefragt.

Helfried hat über die Kirchgemeinde Leipzig-Stötteritz und deren Flüchtlingsarbeit zu uns gefunden. Bis zum Renteneintritt war er als Gärtner mit 45 jähriger Berufserfahrung u.a. viele Jahre in der Gärtnerei und im öffentlichen Grün der Stadt Leipzig tätig. Neben seiner Mitgliedschaft bei den Bunten Gärten ist er auch ehrenamtlich im VagaBUND vom BUND-Leipzig engagiert, deren Aktivisten städtische Brachflächen ökologisch aufwerten.

Was ist Gründüngung und wozu ist sie gut?

Die Düngung hat mehrere Vorteile. Durch Zwischennutzung trocknet der Boden weniger aus und Unkraut kann sich kaum verbreiten. Das Bodenleben wird aktiviert und so verbessert sich auch Furchtbarkeit des Bodens, um nur einige Punkte zu nennen. Diese Maßnahme wirkt als nicht frostharte Gründüngung nach dem Mähen bei Anwelken als Mulchschicht, die mit umgegraben wird.

Welche Pflanzen eignen sich dafür?

Da die verschiedenen Zierpflanzen oder Gemüse dem Boden auf Dauer unter anderem Stickstoff entziehen, eignen sich deshalb besonders Pflanzen, welche den Boden wieder mit Stickstoff anreichern. Dafür gibt schon fertige Mischungen zu kaufen. Diese enthalten meist Pflanzen wie  Sommerwicken, Süßlupinen, Leinsaat, Klee und Senf.

Wann erfolgt die Gründüngung?

Die Anwendung erfolgt nach der Ernte, wobei die Beete nicht immer gleich zu diesem Zweck umgegraben werden müssen.

Was passiert mit der Gründüngung und wie verhindert man, dass sie als „Unkraut“ wieder mit austreibt?

Die Gründüngung wird meist im Frühjahr mit umgegraben. Um erneutes Aussamen von Gründünger zu verhindern, sollte er zuvor geschnitten werden.

Danke an Helfried für die Beantwortung der Fragen.

Gerne könnt ihr bei uns in den Bunten Gärten vorbeischauen und mit uns fachsimpeln. Und sobald es wärmer wird, könnt ihr mit uns die Gründüngung umgraben 🙂

 

//Barbara